Überleben in Quilmes - Gemeinde bittet um Spenden

In der Kita für die Kleinsten „Los Angelitos” sind 50 Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren. Foto: Achim Hafner

Quilmes liegt im Süden der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Auf der Suche nach Arbeit haben sich hier viele Arbeitslose aus dem Landesinneren niedergelassen. Sie leben in Armutsquartieren, oft auf erst von ihnen besetztem Land. Tritt im Winter der La-Plata-Fluss über die Ufer, so werden sie regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht. Die Kommunalverwaltungen sind oft überfordert angesichts der Herausforderungen, die sich durch Armut und Hunger ergeben. Öffentliche Mittel kommen nur selten zuverlässig bei denen an, die sie dringend brauchen. Es gibt nicht ausreichend Kindergärten oder Schulen, Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet. Die Menschen sind meistens sich selbst überlassen.

In Quilmes bietet die evangelische Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP) Familien die Möglichkeit einer Tagesbetreuung für ihre Kinder. Darunter sind viele alleinerziehende Mütter und Väter in unsicheren Arbeitsverhältnissen oder auf der Suche nach Arbeit. Insgesamt können 130 Kinder in den beiden Kindertageseinrichtungen der Gemeinde aufgenommen werden. Sie werden dort zehn Stunden am Tag betreut und bekommen zwei bis drei Mahlzeiten täglich.

Seit vielen Jahren sind die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und die Lydia-Gemeinde mit der IERP und insbesondere mit der Kirchengemeinde in Quilmes partnerschaftlich verbunden. Die Verbundenheit zeigt sich in vielen Veranstaltungen der Gemeinden und gegenseitigen Besuchen.

Die Gemeinden bitten um Spenden die helfen, dass die Einrichtungen dort ihre gute und bitter notwendige Arbeit fortsetzen können.  Es geht Tag für Tag um lebensnotwendige Dinge.

Spendenkonto: Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde / Lydia-Gemeinde, Stichwort: Quilmes, Verwendungszweck: H3149166T, IBAN: DE 42 3506 0190 2006 6990 68, BIC: GENODED1DKD. Über jede Spende für diese Arbeit freuen sich die Gemeinden. Ein Dauerauftrag hilft natürlich langfristig und ermöglicht eine planbare und kontinuierliche Unterstützung.

Kontakt und Information: Pfarrer Christoph Steffen, Tel. (0521) 6 51 15, E-Mail: christoph.steffendontospamme@gowaway.kk-ekvw.de Pfarrerin Heike Koch, Tel. (0521) 9 67 97 62, E-Mail: heike.kochdontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

Flyer zum download

Der "Kasten der Gerechtigkeit" - Die Kollekten-Sammlung im Gottesdienst

In jedem Gottesdienst gehört sie selbstverständlich dazu. Die Kollekte, die wir am Ausgang sammeln. Im Klingelbeutel und im Opferstock. Wussten Sie, dass uns unsere Kollekte, unsere Geldsammlung, im Gottesdienst mit unseren jüdischen Geschwistern verbindet? In der Synagoge gibt es einen „Kasten der Gerechtigkeit“. Auch hier legen die Gemeindeglieder Geld zusammen, für soziale und diakonische Anliegen, und wie bei uns gibt jeder und jede so viel er kann und mag, im Verborgenen. Dieser Name drückt wichtige Gedanken aus: Das Geld, das zusammen gelegt wird, ist nichts Gleichgültiges, selbst wenn  es manchmal gar keine große Summe ist – denn jede Kollekte drückt Solidarität mit einem wichtigen Projekt aus und ist ein Vorschein von ein bisschen mehr Gerechtigkeit. Die Kollekte zielt auf eine bessere Welt, die doch alle verdient haben. Sie fördert Leben von Menschen, deren Lebensrechte bedroht sind. Sie fördert die Bewahrung von Gottes Schöpfung.

Deshalb ist es nicht lästig und verzichtbar, dass wir im Gottesdienst Geld sammeln und über Geld sprechen. „Aus der Sammlung auf das Wort Gottes folgt die Sammlung des Geldes, aus der Teilhabe am verkündigten Evangelium das Teilen mit denen, die nicht genug haben.“ (M. Frettlöh). Ein wichtiger Zusammenhang!

Übrigens: Die Kollekte im Klingelbeutel verbindet uns mit allen evangelischen Kirchengemeinden in Westfalen. Denn an drei Sonntagen im Monat sammeln wir für Spendenzwecke, die in allen evangelischen Gemeinden gemeinsam in einem synodalen, also demokratischen Prozess festgelegt sind. Am vierten Sonntag des Monats legt unser Presbyterium den Zweck fest. Wir wählen Projekte und Initiativen aus, deren Arbeit wir schätzen.

Neben der Kollekte im Klingelbeutel sammeln wir auch jeden Sonntag im Opferstock für die diakonische Arbeit unserer Gemeinde, unserem „Gerechtig-keitskasten“. Es kommen Sonntag für Sonntag kleine Beträge zusammen, die sich aber im Lauf des Jahres auf über 1.000 Euro summieren. Aus diesen Mitteln können hilfsbedürftige Gemeindeglieder und wichtige Projekte unterstützt werden.

Im Namen des Presbyteriums danken wir an dieser Stelle allen sehr herzlich, die durch ihre Spenden sonntags oder auch an anderen Stellen unsere Arbeit und viele wichtige Projekte unterstützen.

Ihre Gemeindepastoren Heike Koch, Dorothea Prüßner-Darkow und Christoph Steffen

Ein spannender Gestaltungsprozess - Neue Paramente für die Johanniskirche

Mitglieder des Presbyteriums schauen sich das neue Parament für den Altartisch in der Johanniskirche an.

„Unsere grünen Paramente sind ja ganz zerschlissen, da müssen wir mal was machen“, sagte Küster Hans-Wilhelm Beneke vor drei Jahren dem Presbyterium der Lydia-Gemeinde. Kein Wunder, die grünen Paramente hängen in der Trinitatiszeit,  und die beginnt am Sonntag nach Pfingsten und sie dauert zwischen 22 und 27 Wochen. Von den verschiedenfarbigen Paramenten hängen die grünen am längsten, die schwarzen nur einen Tag, nämlich am Karfreitag.

Das Lydia-Presbyterium beauftragte die Weberei in Bethel mit der Anfertigung. Der Gestaltungsprozess mit Cornelia Krüger-Schütte aus der Handweberei am Quellenhofweg war sehr kreativ: Mal standen Mitglieder des Presbyteriums mit ihr und den Stoffen im Kirchraum, mal in Bethel am Webstuhl.

  • Am Sonntag, 30. Juni, zum Gottesdienst um 10 Uhr in der Johanniskirche kann nun Küster Hans-Wilhelm Beneke die neuen Paramente aufhängen. Sie werden in Anwesenheit von Cornelia Krüger-Schütte vorgestellt und eingeweiht.

Schäden an der Sakristei

Baukirchmeisterin Monika Melchior zeigt auf einen der Risse am Eingang zur Sakristei. Der Bereich ist abgestützt, die Scheiben wurden entfernt.


Die Fenster der Sakristai sind entfernt worden und der Eingang wird abgestützt. Die Sakristei ist verschlossen und momentan nicht zugänglich. Fragen an unsere Presbyterin und Baukirchmeisterin Monika Melchior:
Monika, was ist eigentlich passiert?
Seit vielen Jahren beobachte ich Risse in den Sakristeiwänden und dem Gewölbe. Lange waren die Bewegungen zur Ruhe gekommen. Entstanden sind sie anfänglich wahrscheinlich dadurch, dass der Chorraum unterkellert ist und zwar sehr tief und die beiden Sakristeien links und rechts davon nicht. Nach der großen Hitze und Trockenheit im letzten Sommer sind dann verstärkt wieder Rissbildungen aufgetreten und es ist zu Verschiebungen (z.B. der Sandstein über der Tür nach draußen) gekommen. Ebenso haben sich die Bleiverglasungen so verzogen, dass wir sie herausnehmen mussten um sie zu schützen. Die Holzverkleidungen sind ein Provisorium, das wir wieder entfernen, wenn die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind. Da die Risse stärker waren als jemals zuvor, haben wir Fachleute eingeschaltet, die uns ein Gutachten über den Zustand erstellt haben und Sanierungsvorschläge gemacht haben.
Aufgrund des sehr trockenen Sommers und der riesigen alten Eiche in unmittelbarer nähe zur Sakristei sind wahrscheinlich Schrumpfungsvorgänge durch Austrocknung in den tonigen Bodenschichten entstanden, die zu Hohlräumen führten. Die ließen Baukonstruktion nachsacken.
Was muss passieren?
Eine Fachfirma soll nun die Hohlräume um den geschädigten Gebäudebereich mit einer Injektionsmethode verdichten und verpressen, sodass der Baugrund gestärkt wird und ein weiteres Nachsacken verhindert wird. Danach können die vorhandenen Risse im Gebäude wieder geschlossen und der Innenraum saniert werden. Praktisch wird es so sein, dass im Abstand von rund 80 cm Injektionslanzen bis zu einer Tiefe von drei Metern um die Sakristei herum gebohrt werden, in die ein Verdichtungsmaterial eingebracht wird.
Kosten?
Die Kosten für die Verdichtung werden rund 17.500 Euro betragen, da  diese Arbeiten nur wenige Spezialfirmen ausführen können.

„Morgenglanz“ - Frühstück bei Lydia

Unter dem Motto „Morgenglanz“ verbirgt sich ein Morgen der Begegnung. Wir bieten immer mittwochs, 14-täglich ein Frühstückstreff in unserer Gemeinde an.

Jeweils von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr öffnen wir die Tür unserer Johanniskirche. Wir beginnen den Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück und anschließend gibt es ein interessantes Thema, zudem wir verschiedene Referentinnen und Referenten einladen.

Zur besseren Planung bitte im Gemeindebüro (Tel. 6 56 28) anmelden!

Die Termine und Themen:

  • 26.6. Offenes Singen mit Han Henning Foh
  • 10.7. Lieblingsbücher, mit Madgalene Quartier

Meldungen aus der Landeskirche

23.06.2019

Konzert mit Adel Tawil: „Ich bin fremd gewesen“

23.06.2019

Trauermarsch beim Kirchentag gegen das Sterben im Mittelmeer

22.06.2019

Evangelisch-katholisches Gespräch

Evangelisch-Lutherische
Lydia-Kirchengemeinde

Johanniskirchplatz 1
33615 Bielefeld

Telefon:  0521 - 6 56 28
E-Mail:    bi-kg-lydiadontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

Liturgischer Kalender

Kein Tag wie jeder andere. Welcher Feiertag ist am kommenden Sonntag? Wie lautet der Wochenspruch und welcher Predigttext erwartet mich? Wann ist der nächste hohe Festtag?
Der Liturgische Kalender informiert.

Demnächst bei uns

Sonntag, 30.06.2019 10.00 Uhr
Musikalischer Gottesdienst mit Einweihung der neuen Paramente

Bielefeld: Johanniskirche Pfarrerin Heike Koch

Sonntag, 7.07.2019 10.00 Uhr
Gottesdienst mit Taufen der Konfirmanden

Bielefeld: Johanniskirche Pfarrerin Dorothea Prüßner-Darkow

Sonntag, 14.07.2019 10.00 Uhr
Gottesdienst

Bielefeld: Johanniskirche