Geschichte der Lydia-Gemeinde

Die Lydia-Gemeinde ist am 4. Juli 2004 aus der Fusion der Gemeinden Erlöser und Johannis hervor gegangen.

Für die "kleine und arme Tochter der Gemeinde Schildesche", für die bedürftige Fabrikarbeitergemeinde in Sudbrack wirbt Pastor Friedrich von Bodelschwingh im Jahre 1903 bei den Ravensberger Gemeinden um Spenden. Im Bezirk Erlöser waren auf seine Veranlassung Kindergarten, Gemeinderäume und Elimkapelle in den Jahren 1890 bis 1900 für die Sudbracker gebaut worden. Die Wurzeln der Gemeinde liegen in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhundert. 1949 war die Erlöser-Gemeinde selbstständig aus der Muttergemeinde Schildesche hervor gegangen.

Die Geschichte der Kirchengemeinde Johannis beginnt im Jahr 1894, als ein eigener Gemeindebezirk „Johannis“ aus der Altstädter Nicolaikirchengemeinde abgetrennt wurde. Mit der Industrialisierung wuchs der Stadtteil im Westen Bielefelds enorm. Wohnungen für die Arbeiter der Industriebetriebe, für Angestellte und Handwerker entstanden. Das alte Gemeindehaus und das Pfarrhaus wurden gebaut, bevor dann 1901 die Johanniskirche eingeweiht wurde.

Die heutige Lydia-Gemeinde versteht sich als Kirche für die Menschen im Stadtteil und arbeitet eng mit der Stadtteilkonferenz zusammen.

Geschichte der Johanniskirche

Grundsteinlegung 1900.

Mit einem Geschenk von 10.000 Mark im Jahr 1891 für den Erwerb eines Kirchengrundstücks an der noch fast unbebauten Siegfriedstraße beginnt die Geschichte der Johanniskirche. 1895 wird der Johannis-Gemeindebezirk von der Altstädter Gemeinde eingerichtet, benannt nach dem nahegelegenen Johannisberg, ehemaliger Besitz des Johannisstiftes Schildesche. Nachdem sich die Zahl der Gemeindemitglieder in diesem Bezirk nach kurzer Zeit auf über 8.000 verdoppelt hat, wird 1898 vom Altstädter Presbyterium der Bau einer neuen Kirche beschlossen. Der Bielefelder Baumeister Alex Trappen gewinnt den ausgeschriebenen Wettbewerb. 1900 bis 1901 wird die Kirche gebaut und am 6. November 1901 feierlich eingeweiht.